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Methodenkoffer

Unter dem Label "Methodenkoffer" will ich einige Methoden der Sozialen Arbeit sammeln und kurz erklären. Das soll einen groben Überblick geben, was methodische Handlungskonzepte sein können, wie diese strukturiert werden können und wo praktische Anwendungsbereiche sind. Ihr könnt gerne die Kommentarfunktion nutzen, um bestimmte Methoden für diese Sammlung vorzuschlagen oder Nachfragen zu bestimmten Arbeitsbereichen zu stellen.

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Die Arbeit in der niedrigschwelligen Drogenhilfe

Ein Gastbeitrag von Katharina Köhnke
In der Praxisphase meines Studiums der Sozialen Arbeit war ich in einer niedrigschwelligen Drogenhilfeeinrichtung in Nordrhein-Westfalen tätig. Konkret heißt das: In einer Sparte der Sozialen Arbeit, der Drogenhilfe. Diese teilt sich nochmal auf in verschiedene Säulen: Prävention, Rehabilitation und Drogenberatung, Repression und die niedrigschwellige Drogenhilfe. Niedrigschwellig bedeutet in diesem Fall eine Einrichtung mit Kontaktcafé, Ambulanz, Beratungen und Drogenkonsumräumen. Dort können Drogengebraucher*innen illegalisierte Drogen – wie Heroin oder Kokain – in einem legalen, geschützten Rahmen unter Aufsicht und sauberen Bedingungen konsumieren. Die Arbeit in der Einrichtung hat mich von Anfang an fasziniert. Zunächst war es vielleicht der Reiz, mich selbst zu schocken mit etwas, das ich noch nie gemacht hatte (vor allem auch meine Angst vor Nadeln zu überwinden). Vorher habe ich immer 'nur' mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Pl…

Mein Studium zur Diakonin

Ich bin derzeit im fünften Semester des Studiengangs "Diakonie im Sozialraum", das ist Soziale Arbeit und Diakonie. Mit Abschluss des Studiums erlange ich eine sogenannte Doppelqualifikation zur staatlich anerkannten Sozialarbeiterin und zur Diakonin. Jetzt erstmal die Frage: 
Was ist überhaupt Diakonie? Was machen DiakonInnen und was unterscheidet sie von SozialarbeiterInnen? Vielleicht kennt der/die ein oder andere das Unternehmen "Diakonie", welches im sozialen, hauptsächlich im pflegerischen Bereich, tätig ist. Die Mitarbeiter der Diakonie machen zum Beispiel Hausbesuche bei Menschen mit Pflegeanspruch. Das ist ein Bereich der Diakonie, insgesamt ist das alles relativ komplex.
Für das Wort "Diakonie" gibt es 'zig verschiedene Definitionen. Der Wortursprung liegt im Altgriechischen bei dem Wort διακονία, was soviel heißt wie "Diener". Im Allgemeinen ist darunter etwas ähnliches wie Soziale Arbeit im kirchlich-theologischen Kontext zu vers…

Wo liegen die Grenzen des diakonischen Handelns?

Für mich stellt sich immer wieder die Frage, in wie weit ich als Diakonin und Sozialarbeiterin in einer Einrichtung nicht-kirchlicher Trägerschaft diakonisch tätig sein kann, soll, muss oder darf. Zu Beginn meines Studiums 2015 habe ich noch in einer städtischen Kinder- und Jugendeinrichtung gearbeitet. Da habe ich ganz klar keinen diakonischen Auftrag meines Arbeitgebers bekommen. Mit dem Gedanken, als Diakonin eingesegnet zu werden und nach meinem Abschluss eventuell "nur" als Sozialarbeiterin angestellt zu werden, entwickelte sich für mich die Problematik, inwiefern mein diakonischer Auftrag in den Auftrag des Staates an SozialarbeiterInnen eingreift. Das Amt der Diakonin ist ein durch die Landeskirche bei der Einsegnung verliehenes Amt, welches ich lebenslänglich haben werde. Ebenso wie das Christsein, ist auch das Diakonenamt etwas, dass mich dauerhaft, ohne Pausen begleitet. Es ist kein Beruf, sondern vielmehr eine Berufung. Ich kann zwar als Diakonin angestellt sein u…